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DAAD-Stipendium: Wie eine turkmenische Studentin durch einen Intensivkurs den Weg nach Deutschland fand

Wie das turkmenische Onlineportal Turkmenportal.com berichtet, absolviert derzeit eine Studentin aus Turkmenistan ein einmonatiges Programm in Deutschland, das vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) organisiert wird.

DAAD-Stipendium: Wie eine turkmenische Studentin durch einen Intensivkurs den Weg nach Deutschland fand

Für alle, die Deutsch lernen, ist diese Nachricht ein konkretes Beispiel: Sie zeigt, wie ein intensiver Sprachkurs zum Ausgangspunkt für internationale Erfahrungen werden kann.

Vier Wochen Goethe-Institut: So sieht intensive Sprachförderung aus

Chinar Garlyyeva studiert im dritten Jahr Mechatronik und Robotik an der Oguz-Han-Universität für Ingenieurwesen und Technologie in Turkmenistan. Nach einem Auswahlverfahren, in dem sie sich gegen andere Bewerberinnen und Bewerber durchsetzte, ist sie vom 1. bis 30. Juli Teil des DAAD-Sommerprogramms.

In dieser Zeit besucht sie einen vierwöchigen Intensivkurs am Goethe-Institut, gemeinsam mit anderen Teilnehmenden. Parallel dazu lernt sie die deutsche Kultur, Geschichte und Traditionen kennen. Die Programmbeschreibung hebt laut Turkmenportal.com drei Ziele hervor: praktische Sprachkenntnisse aufbauen, interkulturelle und berufliche Kommunikation stärken sowie die internationale akademische Zusammenarbeit vertiefen.

Wenn Sie selbst einmal einen ähnlichen Weg gehen möchten: DAAD-Programme richten sich an Studierende und Nachwuchswissenschaftlerinnen weltweit. Sie verbinden Sprachkurse mit Fachprogrammen und werden in der Regel über die Hochschulen oder die DAAD-Webseite ausgeschrieben. Schritt für Schritt planen, frühzeitig bewerben – so funktioniert das in der Praxis.

18 Prozent aus dem Ausland: Deutschland wird zum Studienziel Nummer eins

Dass solche Programme nicht aus der Luft gegriffen sind, zeigt eine aktuelle Statistik des Statistischen Bundesamtes. Wie der vietnamesische Nachrichtendienst VnExpress International berichtet, lag der Anteil ausländischer Studierender im Wintersemester 2025/26 bei 18 Prozent – ein Rekordwert. Vor rund 25 Jahren waren es erst 9,2 Prozent.

Die größte Gruppe kommt laut einer Auswertung von "Wissenschaft weltoffen" aus Indien, gefolgt von China, der Türkei und dem Iran. Besonders beliebt sind Ingenieurwissenschaften (43 Prozent) sowie Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (25 Prozent). Auch die günstigen Studiengebühren an staatlichen Hochschulen machen Deutschland für viele attraktiv – und nach dem Abschluss besteht eine 18-monatige Aufenthaltserlaubnis zur Arbeitssuche.

Was bedeutet das für Sie als Deutschlernende?

Wenn Sie gerade an Ihrer Grammatik arbeiten, Vokabeln wiederholen oder sich auf eine Sprachprüfung vorbereiten: Diese Geschichte zeigt, dass Sprache ein Werkzeug ist, das reale Wege eröffnet. Ob DAAD, Goethe-Institut oder ein Austauschprogramm Ihrer Heimatuniversität – wer intensiv und mit klarer Zielsetzung lernt, kann daraus etwas Konkretes entstehen lassen.

Wir erleben es im Unterricht immer wieder: Sobald ein eigenes Ziel sichtbar wird, sei es ein Praktikum, ein Studium oder ein persönliches Projekt, gewinnt jede Lektion an Bedeutung. Sie brauchen kein außergewöhnliches Talent – beständige Übung, ein realistischer Plan und ein unterstützendes Umfeld reichen oft aus. Ausprobieren lohnt sich, und der erste Schritt ist meistens der Bewerbungszeitpunkt, der in der Regel viele Monate im Voraus liegt.