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Einwanderung und Einbürgerung: Die Positionen der Berliner Parteien zur Wahl

Am Sonntag wird in Berlin ein neuer Landtag gewählt – und laut The Local Germany stehen dabei die Positionen der Parteien zu Einwanderung und Einbürgerung im Mittelpunkt.

Einwanderung und Einbürgerung: Die Positionen der Berliner Parteien zur Wahl

Aktuelle Umfragen sehen CDU und Die Linke fast gleichauf, dahinter folgen AfD, Grüne und SPD. Das geht uns als Deutschlernende direkt etwas an, denn wer langfristig in Deutschland leben möchte, kommt am Sprachnachweis nicht vorbei.

Was Die Linke in ihrem Programm vorschlägt

Die Linke beschreibt sich selbst als ausdrücklich einwanderungsfreundlich. Im Wahlprogramm für Berlin heißt es sinngemäß, dass die Stadt seit jeher von verschiedenen Einwanderungswellen geprägt ist und genau diese Vielfalt Berlin lebens- und liebenswert macht. Die Partei möchte, dass alle Berlinerinnen und Berliner die gleichen Rechte bekommen – egal, ob sie hier geboren wurden, seit Jahren hier wohnen oder erst seit Kurzem angekommen sind. Konkret plant sie, dass Menschen ohne deutschen Pass nach fünf Jahren Aufenthalt in Berlin wählen und sich sogar zur Wahl aufstellen lassen können. Bei der Einbürgerung soll der Zugang einfacher werden: Das Einkommen soll keine Rolle mehr spielen, und auch bei den Sprach- und Einbürgerungstests will Die Linke die Hürden senken.

Was die CDU anders plant

Die CDU verfolgt einen deutlich strengeren Kurs. In ihrem Wahlprogramm fordert sie strengere Kontrollen, geordnete Abschiebungen – insbesondere bei Straftätern – und mehr Druck auf Integration. Die CDU betont ausdrücklich, dass sie Vielfalt in Berlin begrüßt, aber sozialer Zusammenhalt nicht von allein entstehe. Für euch als Lernende heißt das: Sprach- und Integrationsangebote bleiben wichtig, aber die Anforderungen – etwa an Sprachzertifikate – könnten strenger ausfallen.

Was ihr daraus mitnehmen könnt

Auch wenn die Landesregierung bei Einwanderung und Einbürgerung nur begrenzte Befugnisse hat, lohnt sich ein Blick in die Wahlprogramme. Ihr übt dabei ganz nebenbei das Lesen längerer politischer Texte – eine wertvolle Übung für euer Leseverstehen auf B1 und B2. Diskutiert die Sätze gemeinsam im Kurs oder im Lerntandem: Was bedeuten Begriffe wie „Einbürgerung", „Aufenthalt" oder „Zusammenhalt"? So wird Politik zum Lernstoff. Und das Allerwichtigste: Ganz gleich, welche Partei am Ende regiert, gute Deutschkenntnisse bleiben euer zuverlässigster Begleiter. Wir arbeiten weiter Schritt für Schritt daran, dass ihr in jeder Situation klar sprechen könnt – am Amt, im Vorstellungsgespräch, im Café um die Ecke.