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Meldung

Strategie 2035: Wie die Deutsche Welle ihr Deutschlernangebot neu gestaltet

Der DW-Rundfunkrat hat in seiner Sitzung am 18. September 2026 die strategische Ausrichtung der Deutschen Welle bis 2035 mitgetragen – und dabei ausdrücklich über die Zukunft des deutschsprachigen Angebots beraten.

Strategie 2035: Wie die Deutsche Welle ihr Deutschlernangebot neu gestaltet

Für uns Lernende ist das spannend, denn DW plant hier eine ziemlich konkrete Neuerung.

Was der Rundfunkrat beschlossen hat

Die Strategie bündelt vier Bereiche: den Wert für Deutschland und Europa stärken, die Wirkung durch klarere Positionierung erhöhen, journalistische Inhalte besser zugänglich machen und DW als digitales, datengestütztes Medienhaus weiterentwickeln. Um das zu erreichen, setzt das Haus künftig stärker auf Partnerschaften, technologische Innovation und eine engere Zusammenarbeit zwischen Journalistinnen und Journalisten über Sprachgrenzen hinweg. Auch das griechische Sprachangebot wird ab dem 1. Januar 2027 in reduzierter Form fortgeführt.

Was sich für unser Deutschlernen konkret abzeichnet

Die für uns wichtigste Nachricht betrifft das deutsche Sprachangebot: DW will Journalismus und Sprachenlernen in einem integrierten digitalen Angebot zusammenführen. Laut DW richtet es sich sowohl an Deutschlernende weltweit als auch an deutschsprachige Gemeinschaften im Ausland. Für unsere tägliche Übungspraxis heißt das: authentische Hörbeispiele, Nachrichten und gezieltes Lernmaterial wachsen enger zusammen – wir finden künftig vermutlich mehr an einem Ort, statt wie bisher zwischen mehreren Plattformen hin- und herzuwechseln.

Der Vorsitzende des Rundfunkrats, Prälat Dr. Karl Jüsten, sagte laut DW, dass eine unabhängige Deutsche Welle in einer sich rasch verändernden Welt wichtiger denn je sei, um Menschen weltweit mit verlässlichen Informationen und Orientierung zu versorgen. Über die geplanten Änderungen am deutschen Angebot werde der Rundfunkrat in einer seiner nächsten Sitzungen weiter beraten.

Worauf wir jetzt achten sollten

Die finanzielle Lage bleibt allerdings angespannt. Der Bundeszuschuss für 2027 sinkt nach dem Haushaltsentwurf auf 408,6 Millionen Euro, rund 16,9 Millionen Euro unter den bisherigen mittelfristigen Planungen. Das erhöht den Konsolidierungsdruck, besonders ab 2028. Praktisch heißt das für uns Lernende: bestehende DW-Materialien weiter aktiv nutzen, neue Angebote aufmerksam im Blick behalten und ehrlich ausprobieren, sobald sie verfügbar sind – genau so, wie wir es Schritt für Schritt mit jedem neuen Lernmaterial halten. So verpassen wir keine Entwicklung, selbst wenn sich einzelne Formate verändern oder verschwinden.